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Institute of Neuroscience and Medicine
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Wie Aufmerksamkeit die Illusion der Größenadaptation beeinflusst

In dieser Studie wurde in sechszehn gesunden Erwachsenen untersucht, ob die Illusion der Größenadaptation auf frühen Verarbeitungsmechanismen beruht oder durch höhere kognitive Prozesse, wie beispielsweise Aufmerksamkeit, moduliert werden kann. Um dies zu untersuchen wurde ein Adaptationsdisplay so konzipiert, dass es sowohl einen kleinen (in Figure 1: Dreiecke) als auch einen großen (in Figure 1: Kreise) Adaptationsreiz enthielt. Dadurch war die physikalische visuelle Information in beiden experimentellen Bedingungen identisch. Die Bedingungen unterschieden sich lediglich in den Anweisungen. Wenn die Probanden auf die Symbole achten sollten, die den kleineren Adaptationsreiz formten, wurde der zeitlich getrennt dargebotene Zielreiz signifikant größer wahrgenommen (in Figure 2: blaue Linie) im Vergleich zu Durchgängen, in denen die Probanden auf die Symbole achteten, die den größeren Adaptationsreiz formten (in Figure 2: rote Linie).

Figure 1: Adaptationsreiz

Figure 1

Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass Größenadaptation zu ein und demselben Reiz bei unterschiedlicher räumlicher Aufmerksamkeit auch unterschiedliche Veränderungen in der Größenwahrnehmung hervorrufen kann. Folglich kann die Illusion der Größenadaptation durch Verschiebungen des Aufmerksamkeitsfensters moduliert werden. Zusammenfassend zeigt die vorliegende Studie, dass die Illusion der Größenadaptation trotz früher neuronaler Korrelate - wie in einer anderen Studie gezeigt (Pooresmaeili, Arrighi, Biagi, & Morrone, 2013) - unter bestimmten Umständen höheren kognitiven Prozessen wie Aufmerksamkeit untergeordnet werden kann.

Figure 2: Results

Figure 2

Publication:

Kreutzer, S, Fink, GR, & Weidner, R (2015). Attention modulates visual size adaptation. Journal of Vision, 15(15), 10.



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