(leer)

Navigation und Service


Natrium-MRT zum Verständnis zerebraler Giome - eine Pilotstudie

31. Januar 2020

Das zerebrale Gliom ist die häufigste Form der primären Hirntumore und ist mit einer schlechten Prognose verbunden. Ein Schlüsselfaktor für eine effektive Behandlungsstrategie ist das Verständnis des molekulargenetischen Profils des Glioms, besonders in Verbindung mit dem Isocitrat-Dehydrogenase-Enzym (IDH) im Gehirn. Dies erfordert jedoch normalerweise eine invasive Gewebeentnahme. Daher sind Schritte hin zu einer Methode zur nicht-invasiven Gewinnung dieser Informationen von großem Interesse.

Es ist bekannt, dass die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit O-(2-[18F]Fluorethyl)-L-Tyrosin ([18F]FET) die Diagnose von zerebralen Gliomen im Vergleich zur konventionellen Magnetresonanztomographie (MRT) verbessert und dass der Tumorstoffwechsel mittels Natrium-MRT beurteilt werden kann. In dieser Pilotstudie wird die Beziehung zwischen [18F]FET-PET und Natrium-MRT bei Patienten mit zerebralen Gliomen in Bezug auf den Mutationsstatus des Isocitrat-Dehydrogenase (IDH) Enzyms untersucht.

Basierend auf einer Kohorte von 10 Patienten mit unbehandelten zerebralen Gliomen und einem Patienten mit einem Glioblastom unterstützen die Ergebnisse dieser Pilotstudie die Hypothese, dass die Verwendung der Natrium-Bildgebung Informationen liefert, mit denen der IDH-Mutationsstatus vorhergesagt werden kann. Darüber hinaus scheint die Natrium-MRT stärker mit dem IDH-Mutationsstatus verbunden zu sein als die [18F]FET-PET-Parameter. Da jedoch frühere Berichte gezeigt haben, dass die Leistung der [18F]FET-PET ausgezeichnet ist, ist eine weitere Evaluierung einer Kombination der beiden Methoden zur Beurteilung von Gliomen vielversprechend.

Obwohl die Natrium-Bildgebung unter einem niedrigen Signal-Rausch-Verhältnis und einer geringen Auflösung bei typischen, klinisch verfügbaren Feldstärken leidet, wird erwartet, dass mit zunehmender Verbreitung von 7T-MRT-Scannern eine Kombination der Methoden möglich wird, die neue Horizonte für die nicht-invasive Beurteilung des molekularen Profils von Gliomen eröffnet.


Originalpublikation:

Comparison of [18F]Fluoroethyltyrosine PET and Sodium MRI in Cerebral Gliomas: a Pilot Study


Servicemenü

Homepage