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Vorstellung der Studie
„Neue Ziele auf alten Wegen? Strategien für eine treibhausgasneutrale Energieversorgung bis zum Jahr 2045“ am 3. November 2021 um 10:00-11:30“

Online-Veranstaltung

Vorläufige Agenda:

10:00

Einführung in die Veranstaltung
Moderation: Prof. Dr. Jochen Linßen
Institut für Techno-ökonomische Systemanalyse (IEK-3) am Forschungszentrum Jülich

10:05-10:10

Begrüßung
Prof. Dr. Detlef Stolten
Leiter des Instituts für Techno-ökonomische Systemanalyse (IEK-3) am Forschungszentrum Jülich

10:10-10:25

Motivation und Kernergebnisse der Studie
Prof. Dr. Detlef Stolten
Leiter des Instituts für Techno-ökonomische Systemanalyse (IEK-3) am Forschungszentrum Jülich

10:25-11:00

Detailergebnisse der Studie „Strategien für eine treibhausgasneutrale Energieversorgung bis zum Jahr 2045“
Dr. Peter Markewitz
Institut für Techno-ökonomische Systemanalyse (IEK-3) am Forschungszentrum Jülich
11:00-11:30Fragen und Antworten

Hier geht es zur Anmeldung:

https://terminplaner4.dfn.de/Treibhausgasneutrale-Energieversorgung

Anmeldeschluss: 2. November 2021

Der Teilnahmelink wird Ihnen nach Anmeldung zeitnah zugeschickt.

Strategien für eine treibhausgasneutrale Energieversorgung bis zum Jahr 2045

Mit dem neuen Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) verpflichtet sich Deutschland bis zum Jahr 2045 hinsichtlich der anthropogenen Emissionen treibhausgasneutral („Netto-Null“) zu werden. Danach sollen negative Treibhausgasemissionen erreicht werden. Im Vergleich zu den bislang geltenden Regelungen schreibt das neue Gesetz u.a. eine Verschärfung des Klimaschutzziels für das Jahr 2030 sowie neuerdings jährliche Minderungsziele bis zum Jahr 2045 rechtsverbindlich vor. Sowohl das Erreichen von Treibhausgasneutralität als auch die Verkürzung des Transformationszeitraums stellen gegenüber bisherigen Regelungen eine besondere Herausforderung dar. Im Vergleich mit den von der EU im Rahmen des Green Deal verfolgten Treibhausminderungsziele sind die neuen gesetzlich festgelegten Ziele Deutschlands sowohl im Hinblick auf die quantitativen Minderungsziele als auch auf den noch verbleibenden Handlungszeitraum deutlich ambitionierter.

In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl von nationalen Studien erstellt, in denen Treibhausgasminderungsstrategien analysiert wurden. Bis auf wenige Ausnahmen legen fast alle Studien die Treibhausgasminderungsziele zugrunde, die vor der Novellierung des Klimagesetzes galten. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach Wege und Strategien, wie sich diese neuen und deutlich ambitionierteren Ziele erreichen lassen. Darüber hinaus gilt es zu analysieren, ob die bislang verfolgen Strategien nach wie vor Gültigkeit besitzen oder gegebenenfalls angepasst werden müssen.

Das im Rahmen der vorliegenden Studie analysierte Treibhausgasminderungsszenario orientiert sich ausschließlich an den übergeordneten Minderungszielen des aktuellen Klimaschutzgesetzes. Die Analysen umfassen auch Varianten und Sensitivitäten, um die Robustheit der Aussagen einordnen zu können. Für die Untersuchung wurde die Modellfamilie ETHOS (Energy Transformation Pathway Optimization Suite) eingesetzt, die vom Institut für Techno-ökonomische Systemanalyse (IEK-3) am Forschungszentrum Jülich entwickelt wurde. Diese ermöglicht es u.a., das Energiesystem auf unterschiedlichen Skalen in all seinen Wechselwirkungen und Pfaden abzubilden. Das Spektrum reicht hierbei von detaillierten Regionalanalysen eines möglichen Windkraft- sowie PV-Ausbaus bis hin zur Berechnung von nationalen treibhausgasneutralen Szenarien.

Die Analysen verdeutlichen, dass für das Erreichen der verschärften Klimagasminderungsziele sowie von Treibhausgasneutralität eine tiefgreifende Umstrukturierung der deutschen Energieversorgung erforderlich ist, die alle Sektoren umfasst. Mit den Szenarien werden Wege aufgezeigt, wie Treibhausgasneutralität erreicht werden kann.

Das Video zur Veranstaltung:

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