Kernfusion: Forschung für eine neue Primärenergiequelle

Wir sind Teil einer weltweit vernetzten gemeinsamen Anstrengung, Kraftwerke auf der Basis von Kernfusion zu realisieren. Wir wollen den Prozess, mit dem die Sonne und andere Sterne ihre Energie erzeugen, auch auf der Erde in Gang setzen und damit eine sichere, umweltfreundliche und langfristig zur Verfügung stehende Energieversorgung entwickeln.

Plasma-Material-Wechselwirkung

Unser Schwerpunkt ist die Energieauskopplung aus Brennkammern von Fusionsreaktoren. Hier treten extrem hohe Wärmebelastungen auf, die künftige Kraftwerke im Dauerlastbetrieb aushalten müssen, um wirtschaftlich zu sein. Wir erforschen die dazu geeigneten Materialien und analysieren deren Wechselwirkung mit der heißen Fusionsmaterie, auch in Zusammenarbeit mit führenden Fusionsexperimenten in der ganzen Welt.

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Aktuelles

Juri Romazanov erhält Jülicher Exzellenzpreis 2020

Juri Romazanov erhält Jülicher Exzellenzpreis 2020

Für seine Dissertation und die Arbeiten in diesem Zusammenhang erhält Juri Romazanov zusammen mit zwei weiteren Doktorandinnen den Exzellenzpreis des Forschungszentrum Jülich 2020

Prof Linsmeier gibt Interview bei phoenix

Prof. Linsmeier gibt Interview bei phoenix

Anlässlich der Feier zum Montagebeginn von ITER mit Präsident Macron wurde Prof. Linsmeier als Experte zu ITER und dem Jülicher Beitrag zur Fusionsforschung in der Sendung phoenix vor Ort interviewt.

Forschung

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Plasma-Wand-Wechselwirkung - ein Schlüsselthema auf dem Weg zum Fusionskraftwerk

Um Energie aus Fusion zu gewinnen, benötigt man ein 100 Millionen Grad heißes Plasma. Mit Hilfe von starken Magnetfeldern schützt man die Wand

Lineares Plasma in der PSI-2

Plasma-Wand-Wechselwirkung an linearen Plasma-Anlagen

Die Wechselwirkung zwischen dem Plasma und den Wandmaterialien eines Fusionsreaktors bestimmt ganz wesentlich die Lebensdauer der Wandkomponenten

Blick auf JUDITH-2

Materialtests unter Höchstbelastung

Den Schwerpunkt der Forschungsarbeiten im Hochtemperaturmateriallabor (HML) stellen Experimente zur Charakterisierung von Werkstoffen

Wärmeflusstest von Erste-Wand-Komponenten

Materialien und Komponenten

Als "erste Wand" wird die Oberfläche der Reaktor-Innenwand bezeichnet. Sie steht im direkten Kontakt mit der Randschicht des Plasmas und ist damit unmittelbar dem Einfluss des Plasmas ausgesetzt.

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Theoretische und numerische Methoden zur Plasma-Wand Wechselwirkung

Die Entwicklung zukünftiger Fusionsreaktoren wie ITER und DEMO, als Tokamaks oder Stellaratoren, erfordert präzise Vorhersagen zur Stabilität des Plasmabetriebs und der Intensität der Plasma-Wand-Wechselwirkung.

Blick in den Stellarator Wendelstein 7-X

Wendelstein 7-X

Im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald wird mit Wendelstein 7-X der weltweit größte Stellarator betrieben. Das Stellarator-Prinzip stellt beim magnetischen Einschluss von Fusionsplasmen eine vielversprechende Alternative zum Tokamak dar

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ITER

In internationaler Zusammenarbeit entsteht in Cadarache im Süden von Frankreich das große Fusionsexperiment ITER (lat.: Der Weg). ITER verfolgt das Ziel, die physikalische und technologische Machbarkeit der Fusionsenergie im Kraftwerksmaßstab nachzuweisen

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JET ITER-like Wall

Das Forschungszentrum hat für das weltweit führende Fusionsexperiment JET eine neue Brennkammerwand entworfen und gebaut: die "ITER-like Wall". Sie besteht vollständig aus dem Material mit dem höchsten Schmelzpunkt –Wolfram. Dieses erst bei 3422 °C schmelzende Metall

Designstudie des Fusionsreaktors DEMO

DEMO

Im europäischen Konsortium "EUROfusion" wird zurzeit intensiv an einem Konzept für einen ersten Demonstrations-Fusionsreaktor (DEMO) gearbeitet.

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TEXTOR

war 30 Jahre lang bis Ende Dezember 2013 unser größtes Fusionsexperiment in Jülich. Seine Aufgabe war die Belastung der Brennkammer-Innenwand mit Wärme und Plasmateilchen, deren Intensität derjenigen von ITER und späteren Kraftwerken bereits heute entspricht: TEXTOR